ROAD TO ROTH #2

WELCHER WEG ZUM ZIEL IST SCHON GERADLINIG?

Früher als gedacht, gibt es hier bereits das nächste Update auf meinem Weg zu meiner ersten Langdistanz bei der Challenge Roth. Ich zitiere die letzten Zeilen meines ersten Blogs:

„Mal sehen, wie die nächsten Wochen verlaufen, ob alles weiterhin „nach Plan“ verläuft oder ich euch beim nächsten Blog bereits von angepassten Zielen berichten werde. Wir werden es sehen.“

Keine Sorge, mein großes Ziel am 07. Juli 2024 habe ich auch weiterhin fest im Blick. Aber welches Ziel ist schon reizvoll, wenn der Weg dorthin nicht hin und wieder mal etwas steinig wird? Bevor ich nun lange um den heißen Brei schreibe, komme ich lieber gleich zum Punkt. Ich befinde mich aktuell in einer Sportpause, die vermutlich insgesamt 10-14 Tage betragen wird. Warum? Ich hatte einen kleinen Eingriff am Rücken, recht harmlos und unbedenklich. Wäre auch nicht zwingend nötig gewesen. Aber der Gedanke daran, dass es kurz vor meiner Langdistanz doch zu Problemen kommt und ich womöglich kurz vor meinem Ziel jäh gestoppt werde, hat mich dann doch „vernünftig“ sein lassen. Zumal wir uns ja noch früh in der Saison befinden. Trotzdem blöd, da ich mich in einer, für meine Verhältnisse, recht guten Frühform befunden habe und jetzt natürlich Sorge habe, dass ich mein Momentum verliere und sich der Wiedereinstieg zäh anfühlen wird.

Ich bin ehrlich, diese Tage, an denen ich nicht trainieren kann, machen mir mental schon auch zu schaffen und gewisse Zweifel fließen seither täglich mit. Aber das gehört nun mal dazu. Kein Weg zum Ziel ist geradlinig und ohne Hindernisse. In meinem Fall ist es eine kleine OP, in einem anderen Fall eventuell eine hartnäckige Erkrankung, oder Verletzung, oder berufliche Verpflichtungen. Mir ist dadurch wieder einmal bewusst geworden, dass es gar nicht so sehr darum geht, allen Stolpersteinen aus dem Weg zu gehen. Klar, schöner wäre es natürlich, wenn von vorne bis hinten alles reibungslos funktioniert. Ist nur leider selten der Fall. Meiner Meinung nach geht es deshalb vielmehr darum, wie wir mit Rückschlägen, Hindernissen, oder unerwarteten Umwegen umgehen. Sprich, unsere Perspektive ist entscheidend. Und nur wir ganz alleine entscheiden, welche Perspektive wir einnehmen, niemand sonst.

RÜCKSCHLAG VS. CHANCE – EINE FRAGE DER PERSPEKTIVE

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großer Freund einer aktiven Lebensgestaltung bin. Das versuche ich auch immer anderen Personen zu vermitteln, wenn wir über Herausforderungen des Lebens und über schwierige Lebensphasen sprechen. Nämlich dass wir ganz alleine unser Leben in die Hand nehmen und es aktiv gestalten können! Da wären wir dann auch wieder bei der Perspektive. Klar, anfangs habe ich diese erzwungene Sportpause als Rückschlag wahrgenommen. Es fühlt sich auch immer noch nicht wirklich gut an und ich würde wahnsinnig gerne direkt wieder loslegen und trainieren. Aber lamentieren und frustriert sein, macht die Situation auch nicht besser. Also versuche ich nun, das Beste draus zu machen. Ich sehe die Situation mittlerweile vielmehr als Chance. Eine Chance, um meinem Körper endlich auch mal ein wenig Pause zu schenken, damit sich dieser gut erholen kann von den Strapazen und anstrengenden Trainingseinheiten der letzten Wochen. Eine Chance, um Liegengebliebenes aufzuarbeiten und Anstehendes vorzubereiten. Eine Chance, anderen Lebensbereichen mehr Zeit zu widmen. Eine Chance, mich intensiver mit Themen zu beschäftigen, für die ich sonst nicht so viel Zeit habe. Und eine Chance, um mal aus dem gewohnten Alltag auszubrechen. Es ist wirklich überraschend für mich, der für gewöhnlich 2-3h pro Tag trainiert, dass ich in den ersten gut 5-6 Tagen den Sport gar nicht so vermisst habe. Das lag mit Sicherheit auch an den anfänglichen Schmerzen nach der OP und allgemeinen Erschöpfung, die sich in den letzten Wochen angestaut hat. Aber einen großen Anteil hatte auch die Art und Weise, wie ich aktuell mit der Situation umgehe. So konnte ich die letzten Tage wirklich gut nutzen, um Zeit in andere Bereiche zu investieren, die mir ebenfalls Spaß bereiten, wie z. B.:

  • Freunde treffen.
  • Beiträge für meine Homepage (wie diesen Blog) zu schreiben.
  • Videoanalysen im Rahmen meiner Tätigkeit als Schwimmtrainer unseres Triathlonvereins durchzuführen.
  • Mich intensiver mit (sport)psychologischen Themen auseinanderzusetzen und mich darüber mit sportpsychologischen Kolleg:innen auszutauschen.

Und ganz nebenbei komme ich endlich auch mal zu etwas mehr Schlaf, wofür sich Körper und Kopf herzlich bedanken. Ihr seht, es ist alles eine Frage der Perspektive und wie wir Situationen in unserem Leben annehmen wollen. Und das Schöne dabei ist, es liegt nur an uns selbst, wie wir diese Phasen gestalten. 😉

So, das war’s auch schon wieder mit dem Update auf meinem Weg zur Challenge Roth. Im nächsten Blog berichte ich hoffentlich wieder davon, wie viel Spaß mir das Sporttreiben bereitet. Falls ihr Themen habt, die euch besonders interessieren und die ihr gerne im nächsten Blog beleuchtet haben möchtet, dann meldet euch gerne bei mir.

In diesem Sinne, macht’s gut und bis zum nächsten Blog,
Euer Luca

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