L wie Langdistanz #2

Ich glaube, ich mache viel richtig

Wie es zu dieser Aussage kam? Das erfährst du in folgendem Blogbeitrag. Gesagt habe ich es neulich in einer Sprachnachricht an Luca und er meinte, damit ist der Titel des nächsten Blogbeitrags auch schon gesetzt. Somit erreicht die Aussage nun die Öffentlichkeit und der Druck wächst ein kleines Stückchen mehr, auch weiterhin gute Fortschritte zu erzielen.

Zum Thema „Druck“ hatte Luca vor seiner eigenen Langdistanz folgenden spannenden Newsletter verschickt.

Die letzten sechs Wochen

In der Makroplanung befinde ich mich gerade noch bei den absoluten Basics und bin gerade dabei, die Grundlage für spätere, intensive und lange Einheiten zu bilden. Vielleicht eher etwas untypisch in der Häufigkeit, aber bei mir immer gut funktionierend, habe ich einen vierwöchigen Kraftblock zusätzlich zum Ausdauertraining eingebaut. Dazu war ich 4x pro Woche im Gym, mit dem Ziel, meine Kraftwerte nach oben zu schrauben und Substanz aufzubauen, von der ich die kommenden Monate dann „zehren“ kann. Kraftübungen werden auch weiterhin auf dem Programm stehen, nur nicht mehr ganz so häufig. Der Fokus wird sich die nächsten vier Wochen zu Gunsten des Schwimmens verschieben. Und das brachte mich auch zu meiner Aussage zu Beginn des Blogs.

Schwimmen nah an der Bestzeit

Mittlerweile befinde ich mich bereits in meinem vierwöchigen Schwimmblock und bin davor als Ausgangslage noch einen 400m Test geschwommen. An meiner All-Time-Best-Swim-Shape aus dem vergangenen Sommer bin ich um 3 Sekunden pro 100m vorbeigeschwommen (1:42/100m jetzt, 1:39/100m im Sommer). Ich bin bisher jedoch kein einziges Mal Intervalle geschwommen, sondern habe mich lediglich auf die Wasserlage und das Wassergefühl konzentriert. Und trotzdem ist die persönliche Bestzeit schon zum Greifen nahe – was mich zu der Aussage zu Beginn des Blogs verleitet hatte!

Bild: Thomas Hauser // Halbdistanz Allgäu 2024

Persönliche Geschichte: Schwimmen konnte er nicht

Für manche von euch mag meine aktuelle Pace lächerlich langsam sein, für manche unerreichbar schnell. Zeiten sind am Ende doch auch einfach völlig egal, vielmehr geht es um den Spaß und den Fortschritt, den wir durch Training erzielen. Das ist es, was uns am Ende ein gutes Gefühl und Zufriedenheit gibt. Passend dazu vielleicht auch einmal eingeordnet, wo ich im Schwimmen herkomme. Bei meinem ersten Triathlon (Sprintdistanz) bin ich die 500m in 12 Minuten geschwommen, bei meiner ersten Halbdistanz hatte ich Angst, den Cut-Off nach den 1,9km nicht zu schaffen und bin in 44 Minuten aus dem Wasser gekrochen. Bei meiner ersten Olympischen Distanz in Locarno bin ich als – Achtung – Vorletzter aus dem Wasser gekommen. Kein Spaß! Mein Dad war damals mit dabei und ist zwischendurch vom Schwimmausstieg zur Wechselzone gelaufen, um zu schauen, ob mein Rad noch dort stand und ich kann euch sagen, es stand noch dort. 😀

„Krasser Wellengang“, wie ich damals in Locarno empfand…

Das ausgegebene Ziel für die 3,8km Schwimmen beim Ironman Frankfurt ist um die 1:05h. Hard work pays off, wie man im Englischen so schön sagt. Ich kann dich nur ermutigen. Wenn du derlei Geschichten aus eigener Erfahrung kennst, dranbleiben lohnt sich immer, Freude inbegriffen.

…und „war schon wellig, aber ging gut“, wie ich das Ganze diesen Sommer im Allgäu gesehen habe. 🙂

Wie es weiter geht

Nach dem Schwimmen ist vor dem Radfahren. So werde ich nach dem momentanen vierwöchigen Schwimmblock – je nach Wetter – den Fokus in den kommenden Monaten auf das Radfahren richten, Trainingslager inbegriffen.

Als nächstes steht nun aber erstmal Weihnachten vor der Türe. Da heißt es dann auch mal, die bekannten „fünfe grade sein zu lassen“. Wie jedes Jahr steht unser obligatorischer Hallenkick an, den lasse ich mir auch nicht durch eine Ironman-Vorbereitung nehmen. Und (zu) viel Essen, Schokolade und Plätzchen wird es auch geben. Zeit für Disziplin gibt es danach wieder genug. Ab und an hilft es, sich selbst bewusst zu werden, wer man ist und warum man so etwas wie eine Langdistanz überhaupt macht. In meinem Fall: Ich bin kein Profi, sondern habe einfach Spaß an der Bewegung und Freude an einem stetigen Trainingsprozess. Dazu gehört es dann auch Feste wie Weihnachten, Weihnachten sein zu lassen.

Lass mich gerne wissen, was dich in zukünftigen Blogs an so einer Ironman-Vorbereitung noch weiter interessiert. Ich nehme deine Themen gerne auf.

Lass es dir gut gehen und genieße die Weihnachtszeit mit Freunden und Familie! Auch mal locker sein, nicht immer nur ballern. 😉

Bis zum nächsten Blog,
Euer Fabian

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