Cola, Espresso und Höhenmeter
Eine Woche radeln auf Teneriffa liegen hinter mir. Kurz zusammengefasst, war es genau das, was im Titel bereits steht: Cola, Espresso und Höhenmeter. Etwas weiter ausgeholt, ich bin froh, dass ich bereits einige Monate im strukturierten Training war, bevor wir die Insel mit dem Rad erkundet haben. Flachpassagen? Fehlanzeige. Hier geht es entweder hoch oder runter. Es empfiehlt sich definitiv, bereits eine gewisse Form mit nach Teneriffa zu bringen, um sich hier auch mit Spaß jeden Tag aufs Neue wieder aufs Rad zu schwingen.
In sechs Ausfahrten haben wir hier um die 10`000 Höhenmeter und knappe 500km gesammelt. In der Zeit ist nicht nur einiges an Schweiß geflossen, sondern eben auch jede Menge Cola und Espresso. Wie hat mein Kumpel hier treffend von sich gegeben: „Der Ofen muss immer heizen!“ 😉

Ziele dürfen auch flexibel sein
In einem der letzten Newsletter von Luca ging es um flexible Ziele.
Mein Hauptziel bleibt nach wie vor, den Ironman in Frankfurt am 29. Juni in 9:XX Stunden zu finishen. Die vergangene Woche zahlt natürlich auf dieses Ziel ein, zumindest was meine Radperformance betrifft. Rein trainingswissenschaftlich, bezogen auf ein Triathlon spezifisches Training, war die vergangene Woche aber sicherlich alles andere als clever. Zum einen habe ich den Trainingsumfang zu sehr erhöht, was dazu führen kann entweder krank zu werden oder noch dümmer, sich zu verletzten. Zum anderen habe ich die anderen beiden Sportarten, sprich Schwimmen und Laufen, vernachlässigt bzw. in einem viel zu ermüdeten Zustand absolviert. Was wiederum zu den gleichen Punkten führen kann – krank oder verletzt. Ehrlicherweise habe ich mein selbst gesetztes Prozessziel (siehe Blog #1) für diese Woche ignoriert und flexibel dahingegen angepasst, dass mein Hauptziel für die Woche einfach war: Setzt dich aufs Rad und hab Spaß mit den Boys!

Flexibles Ziel mit Plan
Wer mich kennt, weiß, dass ich vermutlich doch nicht ganz so naiv und sorglos in die Woche Teneriffa gegangen bin. Zurückgeblickt auf die nun vergangenen vier Monate habe ich meine Fitness neben kontinuierlichen, lockeren Laufens über ein sukzessives Krafttraining, einen sechswöchigen Schwimm- und einen sechswöchigen Radblock – wobei die Woche Teneriffa nun die sechste Woche des Blocks war – aufgebaut. Da ich weder anfällig für Verletzungen noch groß für Krankheit bin, habe ich darauf vertraut, dass es auch in dieser Woche gut geht und ich so neben einem massiven Rad-Boost auch jede Menge gute Geschichten, tolle Eindrücke und jede Menge Energie mit von der Insel zurück in den heimischen Winter nehme.
Konkrete Zahlen für ein konkretes Ziel
Ebenfalls in Blog #1 habe ich meine Leistungsziele definiert, die ich mir für die Einzeldisziplinen vorgenommen habe: 3,9km Schwimmen in ca. 1:05h, 180km Radfahren um die 5 Stunden und den Marathon in 3.30h. Wen Zahlen und Daten nicht interessieren, kann gerne direkt ans Ende springen.
Vor dem Hintergrund 180km in runden 5 Stunden fahren zu wollen, bedarf es auf jeden Fall einige Trainingsstunden auf dem Rad. Daher war das Radeln auf Teneriffa sicherlich auch nicht ganz zufällig gewählt. Um vor der Woche einen guten Eindruck meiner Fitnesswerte auf dem Rad zu erhalten, bin ich vor zwei Wochen noch einen Test gefahren, um meinen aktuellen Stand auf dem Rad zu ermitteln. Eine anaerobe Schwellenleistung von 253 Watt und ein Fat max Bereich um die 178 Watt lässt mich nach wie vor sehr zuversichtlich auf das Ziel von 5h blicken. Die Woche Teneriffa hat da auf jeden Fall sehr positiv auf eine Verbesserung der Werte eingezahlt, zumal ich mich auch überwiegend an meine ermittelten Leistungsbereiche innerhalb der Teneriffa-Woche gehalten habe.

Wie es um meine Schwimmform steht, kann in Blog #4 nochmal nachgelesen werden.
Wer sich interessiert, wie ich die Werte genau ermittelt habe, einfach melden.
Lauf Junge, Lauf!
Bisher habe ich ausführlicher über Krafttraining, Schwimmen und Radfahren berichtet. Laufen kam ehrlicherweise nicht nur in meinen Blogs etwas zu kurz, sondern auch in meinem bisherigen Training. Warum? Als Hobbyathlet wird man nie so viel Zeit aufbringen können, um alle Disziplinen gleichwertig auf hohem Niveau trainieren zu können. Daher macht es meines Erachtens Sinn, abhängig der eigenen Stärken, verschiedene Trainingsblöcke zu setzen (auch hier gibt es natürlich Vor- und Nachteile, mehr dazu in einem späteren Blog). Da das Laufen meine beste Disziplin ist, ich im November noch einen Marathon gelaufen bin und beim Laufen am ehesten weiß, wie ich relativ schnell in gute Form kommen kann, geht ab kommender Woche final nun auch das strukturierte Lauftraining los.
Dazu werde ich am 6. April in Freiburg beim Halbmarathon mit meinem Kumpel am Start stehen. Optimistisch wie wir Jungs eben sind, haben wir mal 1:19h als Zielzeit angegeben. Realistisch ist das zum aktuellen Zeitpunkt nicht (mehr), aber mal sehen, ob und wenn ja, wie weit es unter meinen bisherigen besten Schnitt von 3:58/km auf den Halbmarathon geht.
Oder anders ausgedrückt wie in Blog #1: Schauen wir mal, was wird!
Bis zum nächsten Blog und liebe Grüße,
Fabian
Hinterlasse einen Kommentar