Laufen macht Spaß

It’s all about the progress

Laufen bockt gerade wieder so richtig! Von meiner läuferischen Bestform bin ich zwar nach wie vor noch ein paar (viele) Sekunden auf den Kilometer entfernt, aber ich hatte schon lange nicht mehr so viel Freude am Joggen.

Warum das so ist? It’s all about the progress. Am 7. September bin ich beim Halbmarathon rund um den Sarnersee bei über 25 Grad und herrlichem Sonnenschein inkl. 180 Höhenmetern an den Start gegangen. 1:31:05 (4:18min/km) standen als Zielzeit auf der Uhr. Fünf gute Trainingswochen später stand ich beim Swiss City Marathon bei 6 Grad und Regen in Luzern an der Startlinie. Nach 21km (+110 Höhenmeter) blieb die Uhr dieses Mal bei 1:28:17 (4:11/km) stehen.

Ein gutes Gefühl

In den letzten Trainingswochen hat sich immer mehr gezeigt, dass ich muskulär 21km wieder recht „locker“ laufen kann und das ohne, dass mich die Distanz zu sehr ermüdet. Daher war der Plan dieses Mal, einen negativen Split zu laufen. Also die zweite Hälfte schneller als die erste zu absolvieren. Das Pacing zu Beginn muss also so gewählt werden, dass die Energieverfügbarkeit der Kohlenhydrate im letzten Drittel des Rennens noch ausreichend hoch ist, um die Geschwindigkeit nochmals etwas beschleunigen zu können. Alle Höhenmeter des Halbmarathons werden ca. im zweiten Drittel des Rennens zurückgelegt. D. h. gegen Ende wird es flacher bzw. geht es teilweise sogar ganz leicht bergab. Das kann man sich gut zu Nutze machen und nochmals etwas aufs Tempo drücken, wenn, ja wenn die Muskulatur noch mitspielt und eben noch ein paar Kohlenhydrate im Tank sind.

Zu meinem Bruder hatte ich am Vorabend noch gesagt, dass ich dieses Mal alles daran setze, die letzten Kilometer zu den schnellsten im ganzen Rennen machen zu wollen, weil ich denke, dass ich damit die schnellste Durchschnittspace laufen kann. Gesagt, getan. Entsprechend happy bin ich auch über die Ziellinie gelaufen.

Trainingsinhalte

In der Vorbereitung zum Halbmarathon in Sarnen habe ich auf reines Grundlagentraining gesetzt. Mehr dazu kannst du auch nochmal im damaligen Blogbeitrag nachlesen.

Zwischen Sarnen und Luzern lagen sieben Wochen. Abzüglich einer Erholungswoche nach dem Halbmarathon in Sarnen und einer Taperwoche vor Luzern blieben also 5 vollständige Trainingswochen, um weiter an meiner Form zu arbeiten. „Grundlage“ war nach wie vor der Fokus, ergänzt habe ich das Training dieses Mal jedoch mit Intervallen auf der 400m Bahn (insgesamt vier Einheiten) und diversen Läufen um meine Schwellenleistung herum. Wobei ich diese Einheiten nach Gefühl gelaufen bin und während der Läufe die Pace auf der Uhr nicht gecheckt, sondern jeweils im Nachgang ausgewertet und bewertet hatte.

Warum? Ich wollte mich weder künstlich bremsen, wenn die Uhr mal zu „schnell“ angezeigt hätte, noch zu sehr ermüden, wenn eine Pace laut Uhr doch mal zu „langsam“ gewesen wäre.

Gefühl ist die beste Metrik

In meinem eigenen Training komme ich immer mehr dazu, Trainingseinheiten erst im Nachgang zu analysieren und währen der Einheiten wieder mehr meinem eigenen Körpergefühl zu vertrauen. Je mehr Trainingsjahre im Buch stehen, desto besser wird vermutlich das eigene Körpergefühl für Geschwindigkeiten, Distanzen und Belastungsempfindungen ausgeprägt sein. Pauschal gibt es da kein besser oder schlechter, aber ich denke, es lohnt sich, den Blick während einer Trainingseinheit auch mal nicht auf die Uhr zu lenken und auf das eigene Gefühl zu hören.

Du möchtest neue Trainingsinhalte ausprobieren? Mit COMP(L)ETE. unterstützen wir dich gerne dabei. Melde dich für ein unverbindliches Gespräch bei uns.

Fazit

Es ist völlig egal, wie weit du laufen kannst oder wie schnell du eine bestimmte Strecke absolvieren kannst. Es ist auch völlig egal, wo deine Bestzeit liegt. Ich glaube, was am Ende den Spaß bringt und uns das „Warum“ gibt, ist alleine der Fortschritt. Solange dieser zu spüren ist und uns einen Weg aufzeigt, den wir gehen können, empfinden wir Freude an unserem (sportlichen) Handeln.

Stimmst du zu?

Bis zum nächsten Blog.
Liebe Grüße,
Fabian

Hinterlasse einen Kommentar