L wie Langdistanz #3

Zeit vergeht, Training setzt an

Während ich die ersten Zeilen dieses Beitrags schreibe, bin ich selbst etwas erschrocken, wie schnell drei Wochen (seit dem letzten Blog) vergehen können. Weihnachten und Silvester haben wir alle bereits hinter uns gelassen und langsam aber sicher kommen auch die Alltagsroutinen wieder zurück. Unabhängig von Luca`s letztem Blog habe ich mir neulich morgens auf dem Rad auch nochmal die Frage nach dem „Warum“ gestellt. Warum möchte ich dieses Ziel „Ironman Frankfurt in unter 10h“ überhaupt erreichen?

2 Grad und dunkel

Um etwas mehr Kontext zu geben: Ich bin an zwei Tagen in Folge morgens um 6.30 Uhr vor dem Arbeiten im Dunkeln bei 2 Grad jeweils 1:45h draussen Rad gefahren. Mag für manche unverständlich klingen, aber ich mag solche Fahrten und habe das auch bereits vor der Ironman-Anmeldung ab und an gemacht. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass ich das ohne mein aktuell gestecktes Ziel nie im Leben zweimal in Folge durchgezogen hätte. Diese Einheiten machen mich nämlich weder schneller, noch härter, noch besser und trotzdem schwinge ich mich in dem Moment aufs Rad und liebs, während ich mich gleichzeitig frage: „Warum zur Hölle mache ich das gerade?“

«Die Frage nach dem „Warum“ ist deshalb so essenziell, da sie uns ermöglicht, dem Ursprung unseres Zielwunsches auf den Grund zu gehen.» 

Mehr dazu im Blog von Luca

Die Antwort auf die Frage ist in meinem Fall tatsächlich sehr einfach und ich habe sie oben bereits gegeben: Ich liebs. Das Gefühl morgens – wenn die Welt noch schläft – einfach mit dem Fahrrad in der wunderschönen Gegend um Luzern herum Sonnenaufgänge einzusammeln und dabei an nichts zu denken, ist für mich jedes Mal aufs Neue etwas ganz besonderes. So ein entspanntes Gefühl bleibt in meinem Fall relativ lange bestehen und lässt mich überwiegend locker durch den Alltag ziehen. Ich kann euch daher nur alle ermutigen, Dinge, die einem ehrlich Spaß und Freude bereiten, immer und immer wieder zu machen. Was so einfach klingt, ist im Alltag leider oftmals schwerer umsetzbar, als einem selbst lieb ist. Und zugegebenermaßen ist der Moment des Weckerklingelns an einem kalten, dunklen Morgen auch für mich nicht angenehm. Am Ende wird man aber immer belohnt, seinen Arsch dennoch hochzubekommen und aufzustehen. 😉

Zufriedenheit bringt Freude

Was ist nun noch mit den weiteren 12 Stunden, an denen ich aktuell trainiere? Warum bin ich in letzter Zeit so oft geschwommen, obwohl ich das doch eigentlich gar nicht so gerne mache? Warum steht regelmäßig „Leg-Day“ im Gym auf dem Programm, obwohl das immer schmerzhaft ist? Auch hier ist die Antwort relativ einfach. Der Prozess des Fortschritts macht mir Spaß und bringt ein gutes Gefühl mit sich. Von Woche zu Woche spüren, dass sich die Fitness immer weiter steigert, lässt mich momentan sehr zufrieden sein. Und auf einmal machen auch die Einheiten Spaß, die man sonst ausfallen lassen würde… Es zeigt mir, der sportliche Weg, den ich momentan gehe, ist offensichtlich der richtige.

Zufriedenheit folgt mehr oder weniger einer einfachen Regel: Entspricht unser Leben unseren Wünschen und Vorstellungen, sind wir zufriedener.

Mehr Einblicke in das Thema „Zufriedenheit“ hat Luca in seinem Newsletter für dich aufbereitet.

Zufriedenheit soll bleiben

Diese Woche ging die letzte Woche meines vierwöchigen Schwimmblocks zu Ende (siehe auch: BLOG – L wie Langdistanz #2). Nächste Woche steht wieder ein 400m Test im Wasser an, nach dem ich idealerweise berichten kann, dass ich meine All-Time-Best-Swim-Shape dann bereits einkassiert habe – Zufriedenheit inbegriffen. Der nächste Blogbeitrag wird sich also wieder etwas mehr mit dem eigentlichen Triathlon-Training an sich beschäftigen. Auch einen datenbasierten und aktuellen Status Quo meiner Leistungsfähigkeit werde ich dann präsentieren können.

Melden immer erwünscht

Wie beim letzten Blog gilt auch dieses Mal, lass mich gerne wissen, wenn dich speziell etwas an meinem oder ganz allgemein einem Langdistanz-Training interessiert. Ich freue mich immer über einen Austausch. 🙂

Bleib zufrieden und mache weiter fleißig Dinge, die dir Spaß bereiten!

Bis zum nächsten Blog,
Euer Fabian

2 Antworten zu „L wie Langdistanz #3”.

  1. Und warum Frankfurt? 😌

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    1. Ausschlussprinzip. 😀
      Ich wollte keine allzu lange Anreise und ein eher schnelles Rennen haben. In Roth habe ich keinen Startplatz bekommen, Ironman Switzerland waren mir zu viele Höhenmeter auf dem Rad (und hatte ich 2021 schon gemacht), Ironman Hamburg war mir zu früh, blieb die Wahl zwischen Ironman Klagenfurt und Frankfurt. So ist es Frankfurt geworden. Frankfurt ist auch immer ein cooles Rennen von außen betrachtet + es gibt einen schönen Zieleinlauf auf dem Römer!

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